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Auf dem blauen Sofa: Anke und Helge über die zweite Geschäftsführung und darüber, was die Brandforce besonders macht.

Aktualisiert: 21. Feb.

Haben wir sonst externe Gäste auf dem Sofa, ist es an der Zeit, unsere neue Geschäftsführung zu Wort kommen zu lassen: Denn seit dem 01. Januar ist neben Helge Zimmer auch Anke Fydrich eingetragene Geschäftsführerin der Brandforce GmbH. Zeit also, über die Agentur und diesen spannenden Schritt zu sprechen. Gemeinsam mit Taous (TT) sprechen Anke und Helge über die Beweggründe hinter der Einführung einer zweiten Geschäftsführung sowie die Bedeutung von Gleichberechtigung, Mitarbeitendenbindung und ihre Balance zwischen beruflichem und ihrem gemeinsamen privaten Leben.

 

TT: Welche Punkte haben euch dazu bewegt, statt auf einen Geschäftsführer jetzt auf ein Team aus Geschäftsführerin und Geschäftsführer zu setzen?

 

AF: Den einen Auslösermoment gab es nicht. Es war mehr eine Vielzahl an Punkten. Zum einen sicherlich das Agenturwachstum und unsere Auslastung in den letzten zwei Jahren. Mit der Expansion des Teams, mittlerweile zwei Standorten, teilweise internationalen Projekten und der Gewinnung mehrerer großer Kunden, wurde immer offensichtlicher, wie komplex das Geschäft geworden ist. Seit zwei Jahren habe ich Prokura und nun war es ein konsequenter Schritt zur Geschäftsführerin. Wir können zu zweit viel mehr erreichen, indem wir das Gemeinsame noch mehr zum Gemeinsamen machen.

 

HZ: Wir stehen als Agentur ein für Gleichberechtigung und Diversität am Arbeitsplatz. Wir haben nicht nur einen Frauenanteil von 75 %, sondern auch verschiedene Teilzeitmodelle für alle Geschlechter. Die Arbeit muss zum Menschen passen und nicht umgekehrt. Und das leben wir auch selbst. Wir sind und bleiben gleichberechtigt. Entsprechend ist es nur folgerichtig, unsere Geschäftsführung paritätisch zu besetzen.

 

AF: Mitarbeitendenbindung, Change-Begleitung und das Arbeiten mit Unternehmens- und Organisationskulturen werden auch für uns als Agentur immer wichtiger. Die Brandforce arbeitet im Rahmen des ganzheitlichen Employer Brandings neben Recruiting und Gewinnung immer mehr an Bindungsthemen. Es motiviert mich sehr, mit unseren Kundinnen und Kunden Unternehmenskulturen zu entwickeln, Wertschätzung in Organisationen hineinzutragen und die Zusammenarbeit von Arbeitnehmer:innen zu verbessern.

 

HZ: Unser USP ist, dass wir unseren Kunden Employer Branding als ganzheitliche Lösung anbieten. Das unterscheidet uns von den gängigen Agenturen auf dem Markt. Ganzheitliches Employer Branding führt die Themen Mitarbeitendengewinnung, Mitarbeitendenbindung und auch HR-Media zusammen. Es reicht heute nicht mehr, tolle Kampagnen zu entwerfen: Die richtigen Menschen müssen richtig angesprochen werden und noch wichtiger ist es, sie dann auch zu halten.

 

TT: Ihr seid seit 2006 ein Paar, habt gemeinsam zwei Kinder und die Brandforce. Wie trefft ihr Entscheidungen und wie trennt ihr beruflich und privat?

HZ: Wir sind am glücklichsten, wenn wir gleichberechtigt und gemeinsam Entscheidungen treffen können – egal, ob es um den Kauf eines Rasenmähers oder eines Hauses geht, und das gilt genauso für das Geschäftliche. Unglücklich waren wir in Phasen, in denen das Gleichgewicht nicht stimmte. Wir haben aktiv für uns als Paar entschieden, Arbeit anders zu sehen, zu machen und aufzuteilen.

 

AF: Austausch und auch Gespräche über die Arbeit waren schon immer Teil unserer Beziehung. Wir haben uns schließlich auf der Arbeit bei Unilever kennengelernt. Viele Leute sind überrascht, wenn sie erfahren, dass wir auch beruflich zusammenarbeiten. Viele in unserem Freundes- und Bekanntenkreis sagen “Ich könnte das nicht.” Für uns funktioniert es erstaunlich gut. Wir können auch mal Spannungen aushalten und sind trotzdem in der Lage, exzellent als Team zusammenzuarbeiten.

 

HZ: Ich glaube, wir ergänzen uns einfach. Anke mag Aufgaben, die ich weniger mag, und umgekehrt, sodass wir uns selten in die Quere kommen. Mitarbeitendengewinnung ist mein Thema, Anke mag mehr die Bindungsthemen. Ich mag Finanzen und Buchhaltung, Anke Personal und Organisationsentwicklung. Zu Hause bin ich fürs Kochen verantwortlich und Anke für die Wäsche. Anke übernimmt die Familienorganisation und ich die Technik. Und als Paar nehmen wir genau wie als Agentur Herausforderungen nicht nur an, sondern finden im Team auch Lösungen.

 

TT: Abschließend: Was ändert sich für uns als Brandforce-Team?

 

AF:  Wir wünschen uns, dass wir noch mehr positive Impulse ins Team bringen, weil Helge und ich uns mehr Zeit nehmen, auf die großen, strategischen Themen zu schauen: Wo wollen wir die Agentur hin entwickeln, was sind unsere Ziele für die Agentur, wie wollen wir aufgestellt sein, wie wollen wir zusammenarbeiten usw. Die inhaltliche Aufgabenaufteilung bleibt, und die Projekte sind klar zugeordnet.

 

HZ: Für das Team wird sich an der Zusammenarbeit nichts ändern. Wir haben zwei Personen in der Geschäftsführung, es gibt eine zusätzliche Ansprechpartnerin, die auch alles unterschreiben kann. Das war aber im Prinzip auch vorher so. Hierarchie bleibt für uns grundsätzlich unwichtig. Jeder Brandie darf sagen, was sie oder er sagen möchte. Wir sind gemeinsam Teil dieses Teams und sind glücklich, mit den Menschen in diesem Team arbeiten zu dürfen.

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