Masterplan: Return to the office? Was Unternehmen bei der Rückkehr ins Büro beachten sollten.

Aktualisiert: 22. Apr.



Wir können es nicht oft genug sagen: Die vergangenen zwei Jahre haben die Arbeitswelt in rasantem Tempo auf den Kopf gestellt. Und ein Zurück wird es keinesfalls geben!

Am prägendsten waren für die meisten Arbeitnehmenden vermutlich das Arbeiten im Homeoffice – mit allem was dazu gehörte: Während zahlreicher Online-Meetings noch die Kinderbetreuung organisieren, Home Schooling, eingeschränkte Kontakte, fehlender informeller Austausch, eine verschwindende (räumliche) Trennung zwischen Berufs- und Privatleben. Die Liste ist lang.


Was wir aber immer wieder feststellen können: Mobiles Arbeiten funktioniert. Für die meisten von uns sogar sehr gut.

Verständlich, dass viele Arbeitnehmende deshalb nicht einfach so wieder in das Büro zurückkehren möchten.


Doch was bedeutet die Aufhebung der Homeoffice-Pflicht vor diesem Hintergrund?

Richtig! Unternehmen haben jetzt die Chance mit einem richtig guten Return-to-the-office-Plan ihren Mitarbeitenden zuzuhören, sie in Entscheidungen miteinzubeziehen und so die Mitarbeitendenbindung zu stärken. Warum wir glauben, dass Mitarbeitendenbindung so wichtig ist, könnt Ihr hier nachlesen.


Eines ist klar: Wir können Euch hier nicht DEN perfekten und allgemeingültigen Return-to-the-office-Plan vorstellen. Denn so individuell die Mitarbeitenden eines Unternehmens sind, so individuell sieht auch dieser Plan für jedes Unternehmen aus.


Wir haben aber mal wieder einige unserer Tipps für Euch zusammengestellt, um Euch schon mal einen ersten Einblick zu geben:


1. Bezieht möglichst alle Mitarbeitenden in die Entscheidung ein! Sucht das Gespräch, fragt welche Vor- und Nachteile sie im Homeoffice sehen und ob und wie häufig sie in Zukunft auch weiterhin flexibel remote arbeiten möchten. Die Meinungen werden mit Sicherheit sehr unterschiedlich sein, weshalb es schwer wird einen gemeinsamen Konsens zu finden. Wichtig ist hier das aktive Zuhören und das ernst nehmen der Eindrücke eurer Mitarbeitenden (Stichwort: Mitarbeitendenbindung!). Beachtet auch, dass sich die Eindrücke und Wünsche von Zielgruppe zu Zielgruppe stark unterscheiden können. So werden Eltern von Kindern sicherlich andere Erfahrungen gemacht haben als Berufseinsteiger:innen.


2. Solltet Ihr ein Modell wählen, bei dem die Mitarbeitenden zumindest teilweise im Büro arbeiten, sorgt für ausreichend Sicherheit! Auch mit sinkenden Infektionszahlen wollen sich eure Mitarbeitenden an ihrem Arbeitsplatz sicher fühlen. Ein entsprechendes Hygienekonzept bildet hier den Grundstein. Genauso wichtig ist es, die Bedenken eurer Mitarbeitenden aufzugreifen und entweder im persönlichen Gespräch oder auch über Interview-Videos darauf einzugehen. Seid transparent!


3. Schafft Räume für (informellen) Austausch und zeigt, warum es sich lohnt ins Büro zu kommen! Ein Grund, warum viele Mitarbeitende zwar weiterhin im Homeoffice arbeiten, aber keinesfalls ganz auf das Büro verzichten möchten, ist das soziale Miteinander und der gemeinsame Austausch. Teammeetings finden digital statt, aber darüber hinaus fehlt soziale Interaktion: Die Betriebsfeier, die Sportgruppe, der Plausch mit dem Kollegen aus der Buchhaltung in der Kantine oder die Einladung an eine Kollegin zu einem Meeting, wo sie vielleicht nicht 100%ig notwendig ist, aber 100%ig tollen Input liefern könnte.

Für jüngere Generationen, die gerade frisch auf dem Arbeitsmarkt ankommen, ist es wichtig, wertvolle Kontakte zu knüpfen und Mentor:innenbeziehungen aufzubauen. Dies fällt in Präsenz häufig viel leichter als im Online-Format. Belebt also das „Wir-Gefühl“ im Büro wieder.


4. Setzt jetzt die richtigen Anreize, um neue Zielgruppen für Euer Unternehmen zu begeistern! Die Covid-Pandemie drängte überproportional viele Frauen aus dem Arbeitsmarkt. Erstaunlich wenige Unternehmen erkennen und nutzen dieses Potenzial. Durch die richtigen Strukturen und Angebote lassen sich neue Mitarbeiterinnen gewinnen und die vorhandenen binden. Besonders flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit flexibel im Homeoffice arbeiten zu können sowie die Unterstützung bei der Kinderbetreuung, zum Beispiel durch eine Bezuschussung, bieten gute Anreize.


5. Bildet Euch weiter! Solltet Ihre euch für ein hybrides Modell entscheiden, ist es wichtig die Führungskräfte entsprechend weiterzubilden. Unser Führungskräfte-Training „Führen von virtuellen und hybriden Teams“ hilft dabei, der neuen Situation gerecht werden zu können und Konflikte und zusätzliche Stressfaktoren zu vermeiden.


Schreibt uns sehr gerne eine Nachricht, wenn Ihr Unterstützung bei der erfolgreichen Rückkehr ins Büro und dem Austüfteln eures individuellen „Return-to-the-office-Plans“ möchtet!

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